IKF-News Dezember 2017
Mein Studium am IKF – Interview mit den Mediations-Studierenden Evrim Yilmaz und Roger Huber

IKF: Was ist Ihr beruflicher und ausbildungstechnischer Hintergrund?
Roger Huber: Ich habe erst eine handwerkliche Lehre gemacht als Spengler und Sanitär als Doppelberuf, danach habe ich ein Jahr praktisch auf diesem Beruf gearbeitet. Anschliessend habe ich die Polizeischule absolviert. Seit 26 Jahren bin ich als Polizist tätig und habe auf verschiedenen Abteilungen gearbeitet: Kriminalpolizei Kriminaltechnik, Sicherung und Schwerverkehr. 

Evrim Yilmaz: Ich habe in Dersim, in der Türkei, die Primar-, Sekundarschule und das Gymnasium abgeschlossen. Danach bin ich in die Schweiz gekommen und habe die Schweizer Matura an der Uni Friburg abgeschlossen. Es war mir wichtig, mit Menschen zusammenzuarbeiten und so habe ich angefangen, an der Uni Bern Psychologie zu studieren. Nach meinem Masterstudium Psychologie an der Uni Bern habe ich meinen Fachtitel für Psychotherapie gemacht (4 Jahre Psychotherapieausbildung). In diesem Bereich habe ich mehrere Weiterbildungen gemacht und bei veschiedenen Institutionen gearbeitet. Ich bin aktuell als Fachpsychologin für Psychotherapie in einer Praxis tätig. 


IKF: Wieso haben Sie sich für ein Studium am IKF entschieden? 
Roger Huber: Ich wollte nach längerer Zeit wiedermal etwas machen, was ich im Beruf einsetzen kann, was mich fordert, aber gleichzeitig mit meinem Beruf zeitlich kompatibel ist. Intern wurden gerade keine Weiterbildungen angeboten. Dass die Kurse am IKF freitags und samstags stattfinden, kam mir sehr entgegen, da ich 100% arbeite.

Evrim Yilmaz: Interkulturelle/transkulturelle Themen haben mich immer sehr interessiert. Im Rahmen des IKF-Studiums habe ich gesehen, dass man sehr viele Möglichkeiten hat, sich diesbezüglich auszubilden. Ich wollte meine beruflichen Möglichkeiten erweitern und die kulturspezifischen, vielseitigen Angebote des IKF haben mein Interesse geweckt.


IKF: Welche Kurse haben Sie am IKF besucht? 
Roger Huber: Den CAS Transkulturelle Kommunikation & Mediation, anschliessend den CAS Vertiefung Mediation

Evrim Yilmaz: Ebenfalls den CAS Transkulturelle Kommunikation & Mediation sowie anschliessend den CAS Vertiefung Mediation.


IKF: Was war Ihre Motivation für dieses Studium und die Wahl dieser Module? 
Roger Huber: Das Thema Mediation, denn ich habe schon mal einen Vorkurs gemacht «Mediation als Schlichtung» und für mich war das eine sinnvolle Fortsetzung. 

Evrim Yilmaz: Ich komme als Psychotherapeutin mit verschiedenen Themen, Kulturen und Menschen in Berührung. Bei dieser Arbeit ist es wichtig, regelmässig neue Impulse zu finden und nicht nur im Büro zu sitzen und jeden Tag viele Menschen zu sehen, ohne deren Hintergründe richtig zu verstehen. Es ist eine Bereicherung für mich und meinen Beruf, diese Kurse zu besuchen.


IKF: Wie können Sie das Wissen und die Kompetenzen, die Sie am IKF im Rahmen dieses Studiums entwickelt haben, für sich nutzen?
Roger Huber: Die Vermittlertätigkeit brauchen wir tagtäglich in unserem Beruf in verkürzter Version: Wir haben immer mit ernsthaften Konfrontationen zu tun, in denen wir Konfliktmanagement einsetzen müssen, um im Moment zu deeskalieren, schnelle Lösungen zu finden und Wirkung zu erzielen. Für weitere, nachhaltige Lösungen müssen sich die Personen diesen Problemen selber stellen.

Evrim Yilmaz: Den Menschen zu verstehen und mit Menschen zusammen zu arbeiten, ist einerseits sehr schwierig, braucht viel Geduld, Mut, Wissen und andererseits ist es wirklich spannend. Da Menschen sehr vielseitig sind, kann man sie nicht nur aus einer Perspektive betrachten.


IKF: Hat sich Ihre berufliche Laufbahn durch Ihr Studium am IKF verändert? 
Roger Huber: Intern habe ich eventuell Aussicht auf eine neue Stelle, an der ich Mediation vermehrt einsetzen kann. Das kulturelle Verständnis und die Weitsicht im Umgang mit Personen aus anderen Kulturen sind zusätzliche Kompetenzen, die ich durch das Studium am IKF weiterentwickeln konnte.

Evrim Yilmaz: Sie hat sich noch nicht geändert, aber ich habe ein paar Ideen dadurch entwickelt. Ich möchte mich gerne auf einer anderen Ebene mit Menschen beschäftigen.


IKF: Was hat Ihnen das Studium am IKF bis jetzt gebracht? 
Roger Huber: Das höhere Verständnis in Bezug auf Kulturen und die empathische Haltung, die ich sowohl privat als auch beruflich in mein Leben einfliessen lasse: Sie bringen viel, sie wirken deeskalierend.

Evrim Yilmaz: Vielseitige Überlegungen wurden angeregt und mein Horizont hat sich erweitert. Es half mir, Interessen und Bedürfnisse des Menschen und seine Motive noch besser zu verstehen und ihnen mehr Aufmerksamkeit schenken.


IKF: Wie wollen Sie das Studium zukünftig einsetzten?
Roger Huber: Ich kann mir gut vorstellen intern oder freiberuflich zumindest teilzeitig als Mediator zu arbeiten. 

Evrim Yilmaz: Ich möchte gerne als Lehrkraft Seminare anbieten oder auch in Unternehmen als Mediatorin arbeiten.


IKF: Was hat Ihnen am Studium am IKF besonders gefallen?
Roger Huber: Die Reichhaltigkeit der Dozierenden: Einerseits die Dozierenden aus unterschiedlichen Kulturen (Anmerkung des IKF: Schweiz, Deutschland, Kamerun, Sudan, Sri Lanka und verschiedenen Berufskulturen). Andererseits auch die unterschiedlichen Unterrichts- und Mediationsstile der Dozierenden: einige arbeiten sehr ruhig, andere sehr dynamisch.

Evrim Yilmaz: Die kollegiale und hilfsbereite Atmosphäre unter Seminarteilnehmern und -leitern sowie die kompetenten Dozierenden.



IKF: Wem würden Sie dieses Studium empfehlen?
Roger Huber: Ich würde das Studium jedem empfehlen, der zwischenmenschlich weiterkommen will!

Evrim Yilmaz: Allen Personen, die den Menschen besser verstehen wollen und sich im Hinblick auf Konfliktmanagement weiterentwickeln und ihren beruflichen und persönlichen Horizont weiter öffnen möchten.


     
IKF: Herzlichen Dank für Ihre spannenden Antworten!
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